Zuletzt sind wir noch dankbar für eine katholische Stimme des Wiener
Kardinals Christoph Schönborn,
der zum heutigen Tag an den Wiener Oberrabbiner geschrieben hat.
Ich lese einen Auszug:

Sehr geehrter Herr Oberrabbiner,

zum internationalen Holocaustgedenktag am 27. Januar darf ich Ihnen
in eigenem Namen sowie im Namen der Österreichischen Bischofskonferenz
tief empfundene Anteilnahme im Hinblick auf die Opfer und die Überlebenden
übermitteln. Der von den Nationalsozialisten in Gang gesetzte industrielle
Massenmord an den jüdischen Menschen bleibt eine schmerzliche Wunde und
eine Schande Europas.
Auch Christen waren an diesem Großverbrechen beteiligt oder haben weggesehen.
Es gab Gerechte unter den Völkern, aber es waren zu wenige.
Es ist beschämend und beängstigend, dass es immer noch Stimmen gibt, die
öffentlich die Shoa leugnen und das Existenzrecht des jüdischen Volkes in Frage stellen.

Ich versichere Sie, sehr geehrter Herr Oberrabbiner
am internationalen Holocostgedenktag meines Gebetes
für die jüdischen Opfer und Überlebenden.

Ihr Kardinal, Christoph Schönborn