Holocaustgedenkveranstaltung  am 26. Januar 2006 im Senatssaal des Bayerischen Landtags in  München.

Kurzfassung des Beitrags von Rijk van Dam (NL)
Direktor „Europäische Koalition für Israel”.

Bedrohung des Existenzrechts Israels heute –  eine Bewährungsprobe für Politik, Kirche und Zivilgesellschaft in Europa.

Wir gedenken der allerschwärzesten Seiten der Vergangenheit dieses Kontinents. Ein mörderischer Plan ein ganzes Volk aus zu rotten, wurde weitgehend ausgeführt, nur gestoppt, weil die Alliierten (viel zu spät) die Mordmaschine stoppten. 6 Millionen jüdischen Bürgern nahm der Holocaust Ihr Leben.

Das alles geschah im Abendland Europa und für so viele ging die Sonne nie wieder auf.
Damals gab es noch kein Heimatland für die Juden, sie lebten in der Diaspora, aber die Mehrheit wohnte in unserem Kontinent. Für die Überlebenden war die Stiftung des Staates Israel im gelobten Land ein Licht am Ende des grausamen Tunnels des Holocausts.
Heutzutage, wo die letzten Mitbürger, die den Krieg noch erlebt haben, im Ruhestand sind, liegt dieses Heimatland unter Bedrohungen - wie immer.

Es geht nicht nur um die umstrittenen (sogenannten „besetzten”) Gebiete, nicht nur um die armen Palästinenser, die von ihren Führern als politische Geiseln in Lagern gehalten werden, nicht nur um Jerusalem, der ewigen Hauptstadt Israels und nicht nur um den Sicherheitszaun gegen Selbstmord-Attentäter. Es geht noch immer um das bloße Existenzrecht des Staates Israels, der einzigen Demokratie im ganzen Nahosten. Unser Thema heute weist auf eine Riesenschande in unsere Welt hin: Selbst nachdem wir wissen wie grauenhaft und grausam Auschwitz gewesen ist, gibt es noch immer Leute- eben Führer- die Israel in das Meer treiben wollen.

Die Europäische Union ist damit auf den Prüfstand gestellt: Was sind unsere Werte wert?  Diese Frage richtet sich in gleicher Weise an  Politik, Kirche und Zivilgesellschaft in den Ländern Europas.
Stellen die Politiker wirtschaftlichen Gewinn über die Ethik? Ist Demokratie nur wertvoll im Westen und hat sie in Nahost kaum Wert? Was bedeutet uns Menschenwürde, wenn es um jüdische Mitbürger geht, die es kaum mehr wagen mit einer Kippa über die Strasse zu gehen oder ihr Kindergarten in der sogenannten Hauptstadt Europas sich hinter einer Betonmauer verstecken muss?

Warum schweigen die Kirchen, wenn ihr ältester Bruder sich in ständiger Lebensgefahr befindet? Wie können es einige von ihnen wagen Investitionen aus Israel zurückzuziehen und damit das Land weiter wirtschaftlich zu gefährden?

Die Medien, die Wissenschaftler, die ganze Zivilgesellschaft, wo bleibt die Suche nach Wahrheit? Unvorstellbare Lügen werden über Israel verkündet, wie der Tsunami soll durch Israelische Atomtests verursacht worden sein. Kein Witz, leitende Kommentatoren in der arabischen Welt haben das ernsthaft geschrieben und die Massen glaubten es. Warum müssen wir ansehen, dass Fernsehreporter Soldaten der IDF und Massenmörder auf die gleiche Ebene stellen?

Unsere Zivilisation ist in höchster Gefahr, wenn die Fakten ignoriert und Lügen geglaubt werden. Was Amedinejad sagte, war nicht mehr oder weniger als die übliche Überzeugung unter den Arabischen Massen. Warum erschrecken wir erst wenn ein Präsident so was sagt?
Millionen von Christen in Europa haben nun die Initiative ergriffen ein klarer Anwalt für Israel und die Juden in der Politik in Europa zu sein. Wir bieten Information an, bekämpfen Geschichts-Revision, entlarven Antisemitismus und weisen die Verschwendung von riesigen EU-Zahlungen an die  Palästinensische Autorität nach. Daraufhin kann kein Politiker in Europa mehr sagen: Wir haben es nicht gewusst.